Eigene Erfahrung bezüglich der Ausbildung.

Kalypso ist ein wundervolles Wesen, das durch viele gute Eigenschaften besticht. Doch muss ich dazu sagen das nicht allein die guten Eigenschaften ausreichen, denn wir leben in einer Zeit in der eine gute Ausbildung das A und O darstellen, schließlich möchten wir ja alle keinen Rüpel an der Leine haben. Weiter ist auch zu bedenken, das nicht alle Menschen Hunde mögen oder gar Angst vor Hunden haben.

Noch viel wichtiger ist es das man nie vergessen darf, das man einen Boxer an der Leine hat. In Kalypso's Fall ist es so, das sie unheimlich temperamentvoll ist. Manchen Menschen gegenüber ist sie misstrauisch, doch bei den meisten anderen möchte sie am liebsten gleich lossprinten um ihre Boxerliebe zu verteilen. Meine Freundin Kerstin Piribauer, sagte einmal zu mir "Du darfst nicht vergessen das du einen Boxer an der Leine hast" und so lernte ich sehr schnell was sie damit meinte.

Kalypso hat Kraft, was man vielleicht auf den ersten Blick nicht erkennen könnte, besitzt manchmal viel zu viel Temperament, ist unheimlich triebstark und möchte in manchen Situationen einfach ihren eigenen Kopf durchsetzen. Ja Boxer haben einen sehr charmanten Dickschädel. Auch ist mir bei Kalypso aufgefallen das sie manchmal die Schauspielerrin in sich durchblicken lässt, wenn sie mit etwas nicht durchkommt und sehr wehleidig werden kann. Bei dem Blick mit dem sie dann Bände spricht, verführt sie einen regelrecht es ihr durchgehen zu lassen.

Es heißt in einem kleinen Gedicht:

"Ich bat um Stärke um ihn zu erziehen, ich wurde aber schwach und verwöhnte ihn mit Häppchen.

Ich wollte einen Hund der gehorcht, so das ich stolz sein könnte, ich bekam einen dickköpfigen, der mich manchmal blamierte.

Ich wollte Gehorsam, um überlegen zu sein, es wurde ein Clown, der mich zum Lachen brachte.

Ich hoffte auf einen Begleiter gegen meine Einsamkeit, ich bekam den besten Freund, der mir all seine Liebe gab."


Wenn der Boxer es einmal draf, so nimmt er automatisch an, das das immer so sein darf. Zumindestens ist es bei Kalypso so. 

Liebevolle Konsequenz ist daher von Anfang an wichtig -unumgänglich-.

Auch weiter ist der Boxer kein dummes Wesen, nein er ist hochintelligent mit 5000Volt purer Energie im Hintern.

Als ich Kalypso ein paar Tage bei mir hatte, (ich wollte ihr genügend Zeit lassen um sich einzugewöhnen,) ging alles wie von selbst. Sie schnappte ein Stöckchen auf - wir spielten damit - bis ich mir dachte, es ihr weg zu nehmen um zu schauen was sie macht.... Als sie sich hinsetzte, spielten wir wieder... und so ging es weiter... Tja schnell war ich mit meinem Latein am Ende... was nun sprach Zeus, die Maus braucht mehr als nur Sitz und Platz.

So führte uns der Weg in die 1.NÖHS wo wir den Junghundekurs besuchten und Kalypso den Jugendveranlagungstest mit Bestnote "Vielversprechend" ablegte. Soweit so gut, doch an dieser Stelle muss ich dazusagen, das ich Kalypso bekam als sie schon 6 Monate alt war. Um so schwerer war es...

So sah es damals aus... nicht dicht bei mir, die Leine straff... die Nerven - weggelaufen- .... Gedanklich nicht bei der Sache....

Ja so sah es damals aus......

Alle sind sehr nett bei der Hundeschule, und versuchen mit Rat und Tat einem zur Seite zu stehen. Zuhause allein war Kalypso ein Engel doch im Kurs ein absoluter BENGEL. Viele Tränen ließ ich auf dem Platz, denn es fehlte die Bindung zwischen Kaly und mir. Ich musste ganz ganz ganz von Vorn anfangen, ganz allein mit ein bisschen Hilfe... So wurde mir gezeigt wie ich mit Motivation viel erreichen kann und so lehrte mich meine Boxer-Maus das es nur SO beim Boxer geht und nicht anders...

Steht also nie mit Druck hinter eurem Boxer, zeigt ihm viel mehr das es sich lohnt das Kommando zu befolgen und ihr werdet überrascht sein, wie schnell euer Boxer sein kann, wenn der richtige Trieb gereizt wird.

Damals war die Leinenführigkeit unmöglich unter Ablenkung... heute ist Kaly 1 Jahr alt, macht freudig den Apport über eine Hürde, zeigt ein schönes Vorsitzen ob beim Heranrufen oder nach dem Apport... kann jetzt schon das Vorraus. Ein klasse Mädi ist sie geworden... und das alles nur mit Liebe... viel Geduld, viel üben, viel Ruhe, Freiheit und Respekt, viel Lob, viel positiver Bestärkung, mit viel Motivation, natürlich auch mit dem richtigen Maß an Konsequenz und Ehrgeitz, sowie dem Spaß am Spiel.
Meine Freundin schrieb

"Zeige Deinen Respekt, fühle die Persönlichkeit, berühre das Herz, und dann,

aber nur dann wird der Respekt auch zu Dir zurückkehren."

Meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, das man bei einem Boxer das best mögliche Ergebnis erreicht, wenn die Motivation stimmt. Das und noch viel mehr hat mich mein Boxer gelehrt. Nun sind wir bereit für das was noch auf uns zu kommen wird... Ab März der Prüfungskurs für die Begleithundeprüfung... und danach starten wir richtig durch.

Natürlich bleibt es jedem Boxer-Besitzer selber überlassen wie er seinen Hund trainiert, je nach dem für was der Boxer eingesetzt werden soll.

Doch beginnt euer Training mit etwas positivem... lasst den Boxer das Tempo vorgeben, wenn etwas nicht so klappt, dann lasst die Übung aus und zwingt euren Liebling nicht, und egal wie gut oder schlecht das Training war, beendet es auch immer mit etwas positivem. Euer Boxer wird es euch Danken.



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